Coast to coast: Georgia, South und North Carolina, Virginia und endlich Washington D.C.

Hey Guys,

der geneigte Leser fragt sich, wie wir in so wenig Zeit so viele Bundesstaaten besichtigen konnten, wo doch die Inauguration von so-called President Trump so kurz bevorstand. Die simple Antwort ist: Haben wir nicht. Zwischen Florida und Washington lag viel Land, was wir gerne gesehen hätten. Aufgrund unserer Verspätung hatten wir allerdings keine Zeit mehr dafür, sodass wir einfach durchfahren mussten. Eine Nacht haben wir in jedoch in Fayetteville verbracht, bevor wir unser Ziel Washington D.C. erreichten.

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Fun Fact: Washington D.C. ist keinem der 50 Bundesstaaten zuzuordnen.

Als wir am 19.01. nachmttags in Washington angekommen sind, wollten wir die Stadt schon einmal erkunden, da am nächsten Tag die Inauguration war. Damit wir am Tag des Mega-Events nicht völlig planlos durch Washington laufen, sind wir mit der U-Bahn (!) in die Stadt gefahren und haben uns einen ersten Überblick verschafft. Wir merkten relativ schnell, dass die Stadt sehr voll war. Überall gab es T-Shirt-Verkäufer und andere Menschen, die aus der Inauguration von Trump Profit schlagen wollten, aber auch viele Touristen und Trump Unterstützer als auch Gegner.

Am weißen Haus sind wir drei mal vorbeigelaufen so unscheinbar scheint das Gebäude, indem nun der wahrscheinlich einflussreichste Mann der Welt sitzt, der seinem Vorgänger nicht unähnlicher sein könnte. Das weiße Haus an sich war jedoch abgesperrt, sodass wir nur die Rückseite sehen konnten. Auf den Zufahrtsstraßen und vor dem internationalen Pressehaus fanden Demonstrationen statt, die Obama Tribut zollten oder vor Trump warnten. Wir konnten sogar eine Festnahme live und in Farbe miterleben, was jedoch ein eher ungutes Gefühl hinterließ. Was dieses unangenehme Gefühl noch verstärkte, war, dass in den USA kein Vermummungsverbot auf Versammlungen besteht. So hatten wir das Gefühl, dass viele Demonstranten eher zum Krawallmachen nach Washington gereist waren.

Am nächsten Tag war es dann soweit: Trump sollte tatsächlich zum peinlichsten 45. Präsident der Vereinigten Staaten ernannt werden. Wir standen unmenschlich früh auf, um einen möglichst guten Blick auf den so-called President(-elect) zu gewinnen. Unser Weg erwies sich allerdings schwieriger als erwartet: Nachdem wir wie am Tag zuvor mit der U-Bahn in die Stadt gefahren waren, suchten wir verzweifelt nach dem Besucherbereich, der für die Menschen vorgesehen waren, die keinen Sitzplatz reservieren konnten. Als wir fündig wurden und versuchten in den Bereich zu gelangen, wurden wir von friedlichen Protestanten davon abgehalten. Der Protest wurde so ausgelegt, dass wir von der LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) Gemeinde angetanzt wurden, sodass wir nicht durch ihre Reihen gelangen konnten. Als wir dann erklärten, dass wir aus Deutschland seien und den neuen Präsidenten für nicht wirklich geeignet hielten und ihre Proteste befürworteten, war ihnen die Verwechslung unangenehm und sie ließen uns passieren.

Die nächste Hürde waren die Sicherheits Checks. Am Eingang des offiziellen Besucherbereichs waren viele Secret Service Agenten damit beschäftigt, den Besuchern allerlei potentielles Gefahrengut (wie Regenschirme oder Äpfel) abzunehmen. Als wir durch waren, suchten wir uns den unserer Meinung nach besten Platz für die Parade, direkt vor dem neuen Trump Hotel, da wir dachten, wenn er irgendwo aussteigt, dann wäre es dort am wahrscheinlichsten.

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Auf dem Gelände rund um die Pennsylvania Avenue gab es einiges zu sehen. Unter anderem eine riesiege Demo mit diversen Rednern, mehrere Scharfschützen auf den Dächern und einem Polizeiaufgebot, das es in Deutschland so nicht gibt.

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Während wir 6 Stunden darauf warteten, dass die Parade begann, hatten wir Kontakt zu einigen Demonstranten und tauschten uns über amerikanische und deutsche Geschichte aus. Außerdem herrschte reger Kontakt zwischen den Zuschauern und den Polizisten, die alle interessante und lustige Geschichten austauschten. Die Polizisten teilten letztendlich Sticker und Snacks aus; die Stimmung war sehr harmonisch.

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Wir hörten natürlich auch die Vereidigung von so-called President Donni und seine erste Rede, die uns die Haare zu Berge stiegen lies. Die Teile mit „America first“ und „kauft nur amerikanisch, stellt nur amerikanisch ein“ erinnerten dabei stark an die Rhetorik in Deutschland während der 30er Jahre. Unter den ganzen Trump Unterstützern fühlten wir uns zunehmend unwohl und waren froh, als die Parade endlich begann. Wir hatten tatsächlich Glück und konnten Trump hautnah sehen, da er genau 10 Meter vor uns ausstieg und auf unserer Höhe wieder in sein Auto verschwand. Als die Parade zu Ende war, fuhren wir in unser Airbnb, da uns die Füße und auch der Rest des Körpers schmerzten.

Am nächsten Tag packten wir unsere Sachen und verließen Washington in Richtung Philadelphia.

See you soon,

Britta und Julius

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