Away From Sauerkraut #6: Einmal Oktoberfest auf amerikanisch, bitte.

Hey Guys!

Letzten Freitag waren wir mit dem German Club auf dem Oktoberfest in El Cajon verabredet. Das Oktoberfest soll das beste seiner Art in und um San Diego sein. Wir waren also gespannt wie ein Flitzebogen.

Da wir an dem Abend beide gutes deutsches Bier trinken wollten, haben wir uns ein Uber
– also ein privates Taxi – bestellt, um zur Trolleystation zu fahren. Mit dem Trolley – einer S-Bahn, die sich mit der Geschwingkeit einer Straßenbahn bewegt- fuhren wir bis El Cajon. Von dort aus ging es im Shuttlebus zum Oktoberfest. Im Shuttle waren wir dann schon etwas misstrauisch, da wir die einzigen Fahrgäste waren.

Nach insgesamt 90 Minuten Fahrtzeit erreichten wir unser Ziel. Jetzt verstehen wir auch, wieso die Amerikaner so gerne ihr Auto benutzten. Für die Strecke hätten wir mit unserem Auto lediglich 30 Minuten benötigt.

Endlich angekommen, hatten wir beide schon einen ordentlichen Hopfendurst entwickelt. Das Areal auf dem das Oktoberfest stattfand, kann natürlich nicht mit der Theresienwiese verglichen werden. Es war eingezäunt und mit Stoffbahnen  verhangen, was immerhin den Eindruck eines Festzeltes vermittelte. Am Eingang mussten wir erstmal Eintritt zahlen und wurden von einem Police Officer kontrolliert.

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Das Gelände betreten, bestätigte sich unsere Vermutung, dass das Fest nicht wirklich nach deutschem Vorbild abläuft: Es wurde alle möglichen „deutschen“ Souvenirs an verschiedenen kleinen Buden verkauft.

Die üblichen Bierbänke gab es nicht, dafür aber Plastikstühle. Und die Maß wurde -zwecks Kostenersparnis- durch Plastikbecher ersetzt. Aber es gab viel deutsches Essen, deutsches Bier und sogar tatsächlich eine Band aus Deutschland. Und selbstverständlich auch Radler:

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Selbstverständlich haben wir direkt klar gestellt, dass in Deutschland das Radler nicht mit einem sprudelnden Saft zubereitet wird, sondern mit Limo von Coca-Cola! Zwei Dinge hatte das Oktoberfest in El Cajon aber auf jeden Fall mit dem deutschen gemeinsam:

  • Es waren viele Ausländer und nur wenige Deutsche da
  • Die Bierpreise waren vergleichbar mit dem Münchner Original.

Das ganze klingt jetzt vielleicht etwas negativ, so ist es aber ganz und gar nicht gemeint. Uns hat dieser ganz besondere Charme sehr gut gefallen. Nachdem wir unser erstes Bier in den Händen hielten-Erdinger Weißbier aus  Plastikbechern-, setzten wir uns zu Eduardo.

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Eduardo, kurz Ed, ist der Präsident des German Clubs an der SDSU und er hatte den Ausflug zum Oktoberfest geplant. Typisch deutsch waren wir pünktlich wie die Maurer und außer uns noch kein anderes Mitglied da. Nach einer Stunde bekamen wir dann aber endlich Zuwachs und aßen zusammen. Für Britta gab es gute deutsche Reibekuchen mit Apfelmus. Julius hatte -ganz klar typisch deutsch- Bratwurst mit Sauerkraut im Brötchen.

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Gegen 20 Uhr löste sich unser Tisch leider auf. Daher mischten wir uns  unter die Besucher, hatten tolle Gespräche und tanzten zu guter, alter, deutscher Volksmusik – oder wie Amerikaner sie nennen „Oom-Pah“ Musik.

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Da das Oktoberfest um 22 Uhr schloss, ging der Abend schnell zu Ende.  Kurz vor Toreschluss holte sich Julius noch ein Ox-and-Roll – also ein Ochsen im Brötchen. Der Ochse hing aber anscheinend zu lange auf dem Grill – oder nicht lange genug. Wir hatten zumindest beide die nächsten zwei Tage mit Magenproblemen zu kämpfen.

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Mittlerweile sind wir aber wieder komplett genesen und bereit für ein neues, amerikanisches Volksfest! In diesem Sinne: Prost!

See you soon!

Britta und Julius

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