AwayFromSauerkraut #3: Wir sind die Neuen

Hey Guys,

heute gibt es für euch einen Einblick in unsere Wohnungssuche in San Diego. Für uns stellte die Suche nach einer geeigneten Bleibe eine heftige Achterbahn der Gefühle dar. Waren wir am Morgen oft noch zuversichtlich und motiviert, kam häufig gegen Mittag die große Ernüchterung, weil wir gefühlt einfach nicht weiterkamen und keine Wohnung so wirklich passen sollte. Aber fangen wir von vorne an:

Schon in Deutschland hatten wir uns etwas schlau gemacht und uns eine Vielzahl an Tipps eingeholt. Daher wussten wir vor unserer Ankunft schon einiges:

  • Vor Ort lassen sich häufig die schöneren und günstigern Wohnungen finden. Daher besser nicht von Deutschland aus ein Zimmer mieten, sondern lieber in San Diego auf die Suche gehen.
  • Das angesagte Viertel für Studenten, die gerne viel Zeit am Strand verbringen, ist Pacific Beach. Dort sind viele junge Leute unterwegs, es gibt eine ausgeprägte Bar- und Cafékultur und der Weg zur Uni ist gut machbar.
  • Gute Angebote lassen sich finden, wenn man einfach die Straßen in Pacific Beach abfährt und Ausschau nach „For Rent“ Schildern hält. Am besten ruft man dann gleich die angegebene Nummer auf dem Schild an… und dann irgendwann hat man seinen zukünftigen Vermieter am Telefon!

Wir haben uns all diese Tipps zu Herzen genommen und gleich an unserem ersten Tag – noch vom Jetlag geplagt –  in unseren klapprigen Mietwagen gesetzt und sind runter nach Pacific Beach gefahren. Hier ein kleiner FunFact zu unserem Mietwagen für euch: Britta hatte den Mietwagen im Vorhinein von Deutschland aus via Mail bei einer lokalen Autovermietung reserviert. Als wir am Donnerstag (04.08.) unseren Mietwagen abgeholt haben, wurden wir dort von dem Angestellten schon mit einem breiten Grinsen erwartet. Direkt fragte er uns:

„Oh hey! Du bist also das Mädel, das ein Auto ohne Klimaanlage gebucht hatte?“

Das war für uns leider eine ganz neue Informationen. So fuhren wir die ersten Wochen im heißen Kalifornien, mit Spitzenwerten um die 37 Grad, ohne eine Klimaanlage herum. Definitiv eine bleibende und lehrreiche Erfahrung!

Aber zurück zu unserer Wohnungssuche: Da wir wirklich nichts dem Zufall überlassen wollten, schauten wir uns nicht nur die Häuser in Pacific Beach an, sondern checkten auch den Wohnungsmarkt im Internet bei facebook, craigslist (ein Portal, das am ehesten mit ebayKleinanzeigen zu vergleichen ist) und roomster (das könnt ihr euch vorstellen, wie WG-Gesucht). Gleichzeitig meldeten wir uns bei verschiedenen Wohnungsagenturen vor Ort, die sich auf internationale Studenten spezialisiert hatten.

Doch die Ausbeute war erstmal wirklich ernüchternd. Es schien, als hätte keiner für uns ein Zimmer, das in unserem Budget von 850$ pro Person lag. Einen ersten Erfolg hatten wir dann am Sonntag (07.08). Wir wurden von einem Makler zu einem OpenHouse eingeladen. In Kalifonien sind diese OpenHouses an der Tagesordnung, wenn man eine Wohnung über einen Makler mietet. Zu einer bestimmten Zeit verlassen die aktuellen Mieter das Haus und der Makler zeigt allen Interessenten die Unterkunft. Auch wenn diese Besichtgung für uns nicht erfolgreich war, da das Haus eine Mindestmietdauer von einem Jahr hatte, war das OpenHouse für uns eine wirklich spannender Eindruck. Einem  Makler in Flip-Flop und Bowlinghemd, der ganz stark an Charlie Harper erinnterte, werden wir sicher so schnell nicht mehr begegnen.

Gleich am Montagmorgen (08.08) bekamen wir ein paar gute Nachrichten und wurden gleich zu mehreren Wohnungsbesichtigungen eingeladen. Insgesamt schauten wir uns sicherlich 8 verschiedene Zimmer an, bevor wir uns dann endlich entschieden. In der engen Auswahl standen zwei verschiedene Zimmer:

  1. Ein Zimmer inklusive eigenem Badezimmer und Balkon in einem Haus mit vier weiteren Mitbewohnern. Das Haus wurde erst im Februar diesen Jahres renoviert und ist daher in einem super Zustand. Das besondere an dieser Unterkunft ist die unbeschreibliche Lage: nur etwa 50 Meter vom berühmten Mission Beach entfernt und nur ein Katzensprung zum angesagten Viertel Pacific Beach. Leider gab es 3 große Mankos: Die Mitbewohner waren allesamt Deutsche, der Mietpreis entsprechend hoch und unser Zimmer hatte eine offene Wand zum Rest des Hauses.
  2. Ein kleines Zimmer in einer WG mit einer italienischen/amerikanischen Mitbewohnerin, in einer etwa 60qm² großen Wohnung. Die Wohnung liegt im famililenfreundlichen Viertel Baypark, nur 5 Autominuten zum Pacific Beach und  15 Minuten zur Universität entfernt. Da die Wohnung Teil einer Apartmentanlage ist, kann ein großer Pool, ein warmer  Jacuzzi und ein Fitnesstudio genutzt werden, zudem ist die Miete ist vergleichsweise günstig. Auch bei dieser Unterkunft gab es 2 bemerkenswerte Nachteile: Zum einen war die Lage nicht so optimal wie gewünscht und zum anderen war das freie Zimmer nicht möbliert.

Übrigens haben wir keines der beiden Zimmer durch die vorher so mühsam gesammelten Tipps gefunden, sondern ganz simpel durch die Suche im Internet.Wir brauchten etwas Bedenkzeit, um uns für eines der beiden Zimmer zu entscheiden. Letztendlich haben wir uns für das zweite Zimmer entschieden. Warum? Hier können wir unser Englisch sicher schneller verbessern und wir zahlen deutlich weniger Miete. Bei den Lebenshaltungskosten hier in San Diego defintiv ein großes Argument!

Gleich am nächsten Tag konnten wir den Mietvertrag unterschreiben und hatten somit eine große Sorge weniger. Ihr könnt euch also schon auf einen Blogpost freuen, in dem  wir euch unsere Wohnung, unsere Mitbewohnerin Nathalie und ihre beiden Schoßhündchen zeigen!

See you soon,

Julius und Britta

 

 

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